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Mein Weg

Mein Weg – und warum ich heute so arbeite, wie ich arbeite

Menschen auf ihrem Weg zu begleiten war schon immer Teil meines Lebens.
Über 15 Jahre habe ich in der Jugendhilfe gearbeitet und nach meinem Pädagogikstudium viele Erfahrungen im Umgang mit ganz unterschiedlichen Menschen, Lebenslagen und Herausforderungen gesammelt. Zuhören, genau hinschauen, Ressourcen erkennen und individuelle Lösungen finden – das war und ist bis heute die Grundlage meiner Arbeit.

Hunde waren ebenfalls schon immer Teil meines Lebens. Ich bin mit ihnen aufgewachsen, sie gehörten ganz selbstverständlich zu meinem Elternhaus. Dennoch begann mein eigener, bewusster Weg im Hundetraining erst später: Mit 31 Jahren zog unser erster eigener Hund ein – ein Leonberger.
Wie viele Ersthundehalter:innen hatte ich viel Liebe, Motivation und Verantwortung im Gepäck, aber nur wenig praktische Erfahrung in der Hundeerziehung. Ich besuchte eine Hundeschule, und dafür, dass es mein erster Hund war, lief vieles wirklich gut.

Gleichzeitig merkte ich: Ich stoße an Grenzen.
Zum einen aufgrund meiner eigenen körperlichen Beeinträchtigung, zum anderen aber auch, weil mir etwas fehlte, das mir sehr wichtig ist: Individualität. In Gruppenstunden musste ein festes Programm eingehalten werden – verständlich, aber für mich und meinen Hund nicht immer passend. Ich hätte mir gewünscht, mehr gesehen zu werden: als Mensch, mit meinen Möglichkeiten, und mit einem Hund, der ebenfalls eigene Bedürfnisse mitbringt.

Diese Erfahrung hat mich geprägt.

Zwei Jahre später kam unsere erste Rhodesian-Ridgeback-Hündin zu uns, mit der wir – gemeinsam mit meinem Mann – den Weg in die Zucht gegangen sind. Mit ihr wuchs nicht nur meine Erfahrung, sondern auch meine Begeisterung für Training, Verhalten und Beziehung. Ich begann, mich intensiver mit Hundeverhalten auseinanderzusetzen, zu reflektieren, umzudenken – und merkte, wie viel Freude mir diese Arbeit macht.

Durch meine eigene körperliche Einschränkung – eine Lähmung im rechten Bein infolge eines Verkehrsunfalls, seitdem gehe ich mit Unterarmgehstütze – war ich im Training mit meinen eigenen Hunden immer wieder gezwungen, neue Wege zu finden.
Nicht alles, was „klassisch“ empfohlen wird, ist für jeden Menschen umsetzbar. Und nicht jeder Trainingsweg passt zu jedem Mensch-Hund-Team. Genau diese Erkenntnis hat meinen Blick geöffnet: Es gibt nicht den einen richtigen Weg – sondern individuelle, passende Lösungen.

Diese Haltung hat mich schließlich dazu geführt, die Ausbildung zur Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin (BHV) zu beginnen. Ich habe den Theorieteil abgeschlossen und die vorgeschriebenen 300 Praxisstunden absolviert – eine Zeit, die mich fachlich wie persönlich sehr bereichert hat. Parallel dazu habe ich meinen eigenen Businessplan geschrieben und meine Vision klar formuliert.

Heute lebe ich diese Vision in meiner Hundeschule W.I.R. – wohlwollend, individuell, respektvoll.

Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit sind dabei auch meine eigenen Hunde.
Ich lebe mit vier Hunden im Alter von etwa einem bis acht Jahren zusammen, die mich – je nach Thema, Situation und Ziel des Trainings – als Co-Trainer unterstützen. Dabei wird bewusst und verantwortungsvoll entschieden, welcher Hund in welcher Einheit sinnvoll eingesetzt wird. Nicht jeder Hund passt zu jeder Fragestellung – und genau deshalb ist diese Auswahl so wertvoll. Meine Hunde dienen nicht als „Vorzeigetiere“, sondern als feinfühlige, alltagserfahrene Trainingspartner, die Lernprozesse für Mensch und Hund verständlich und greifbar machen können.

Ich bin außerdem Mutter von zwei Kindern im Teenager- und Erwachsenenalter. Familie, Hundehaltung und Zucht habe ich und habe ich gemeinsam mit meinem Mann gelebt und gestaltet. All diese Erfahrungen – als Pädagogin, Hundehalterin, Züchterin, Mutter und Mensch mit körperlicher Einschränkung – fließen in meine Arbeit ein.

Meine Behinderung schränkt mich im Umgang mit Kund:innen und ihren Hunden nicht ein. Sie hat mich jedoch gelehrt, genauer hinzuschauen, kreativ zu denken und Trainingswege so zu gestalten, dass sie alltagstauglich, fair und realistisch sind.
Genau das möchte ich weitergeben: Training, das sich an den Menschen orientiert – nicht umgekehrt. Und Hunde, die in ihrem Wesen gesehen und respektiert werden.

Vanessa Nuber
Pilgerstraße 72a
51491 Overath
Tel. 0177-5618161
Email : vanessa.nuber@gmail.com

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